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Lichtökologie und Lichtwahrnehmung

aus der Rubrik „Straßenbeleuchtung“

Preis: 179,00 €
inkl. 19% MwSt.

Verfasst von:


Zielformulierung dieses E-Books

Die ersten drei Kapitel dieser Lektion sind der Frage gewidmet, wie sich Straßenbeleuchtung ökologisch verträglich planen lässt. Sie werden darin lernen, dass Straßenlampen nicht nur viel Energie verbrauchen und damit zum menschen-gemachten Klimawandel beitragen, sondern auch mitverantwortlich für das allmähliche Verschwinden des nächtlichen Sternenhimmels sind. Anhand einer Reihe von Beispielen wird Ihnen darüber hinaus gezeigt, dass Straßenbeleuchtung und andere Formen der nächtlichen Illumination äußerst negative Folgen für viele Tierarten (allen voran für nachtaktive Insekten), Pflanzen und sogar die Gesundheit des Menschen haben kann.

Vor diesem theoretischen Hintergrund werden Ihnen im vierten Kapitel die Grund-sätze einer ökologisch verträglichen Beleuchtungsplanung nähergebracht. Dabei werden Sie lernen, dass es nicht ausreicht, allein auf den Energieverbrauch einer Straßenlampe zu achten. Vielmehr spielen etliche weitere Aspekte wie beispielsweise die Abschirmung des Lampengehäuses, die abgestrahlte Lichtfarbe oder aber auch die Lebensdauer der Lampe eine wichtige Rolle, will man Straßenbeleuchtung ökologisch nachhaltig analysieren und planen. Zehn Praxistipps zur umweltverträglichen Beleuchtung sowie ein Ausblick auf einige Umwelttrends im Beleuchtungsbereich runden diesen Abschnitt des Lehrbriefs inhaltlich ab.

Das fünfte Kapitel befasst sich mit der Frage, inwiefern die Straßenbeleuchtung mit der Verbrechensrate zusammenhängt. Sind hell beleuchtete Straßen wirklich sicherer? Stehen Energieersparnis und Sicherheit somit in Konkurrenz zueinander? Wie lässt sich der Themenbereich der öffentlichen Sicherheit in die Planung von Straßenbeleuchtung einflechten?

Der Begriff Farbe ist mit vielen Unklarheiten behaftet. Um eine exakte Vorstellung von Farbe zu bekommen, ist zunächst eine Begriffsbestimmung unumgänglich. Dazu soll im finalen Abschnitt dieser Lektion zunächst der Vorgang „Farbe sehen" physiologisch und psychologisch genauer analysiert werden. Weiterhin wird auf die exakte wissenschaftliche Definition der Farbe nach dem CIE-Normenvalenzsystem eingegangen. Dabei wird unterschieden nach dem von Gegenständen reflektierten Licht und dem Licht, welches von Lichtquellen direkt ausgesandt wird. Die Farbwahrnehmung beinhaltet dabei die Wahrnehmung von Hell und Dunkel sowie die Wahrnehmung von Farbe.

Inhaltsverzeichnis

Zielformulierung 6

1 Einführung 7
1.1 Licht und Umweltschutz 7
1.2 Licht und öffentliche Sicherheit 8
1.3 Lichtwahrnehmung durch den Menschen 8

2 Das Problem der Lichtverschmutzung 9
2.1 Kurze Historie der Straßenbeleuchtung 9
2.2 Energieverbrauch der Straßenbeleuchtung 9
2.3 Was ist Lichtverschmutzung? 12
2.4 Folgen der Lichtverschmutzung 14
2.5 Ausmaß der Lichtverschmutzung heute 15

3 Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen und Menschen 20
3.1 Warum wirkt Licht sich auf Lebewesen aus? 20
3.2 Auswirkungen auf Insekten 20
3.3 Auswirkungen auf Vögel 23
3.4 Auswirkungen auf andere Tierarten 24
3.5 Auswirkungen auf Pflanzen 25
3.6 Auswirkungen auf komplexe Ökosysteme 26
3.7 Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit 30

4 Eindämmung von Lichtverschmutzung 32
4.1 Was macht gute Beleuchtung aus? 32
4.2 Zehn praxisnahe Tipps 34
4.3 Ökologische Beleuchtungstrends 37

5 Licht und öffentliche Sicherheit 40
5.1 Straßenbeleuchtung und Kriminalität 40
5.2 Angst und Dunkelheit 40
5.3 Kriminalprävention durch intelligente Lichtplanung 41
5.4 Führt weniger Licht zu mehr Verbrechen? 43
5.5 Erfahrungen mit der Nachtabschaltung 44
5.6 Fazit: Mehr Licht bedeutet nicht mehr Sicherheit 45

6 Theorie der Lichtwahrnehmung 46
6.1 Farbwahrnehmung 46
6.1.1 Kurze Geschichte der Farbwahrnehmung 46
6.1.2 Grundlagen der Farbwahrnehmung 46
6.1.3 Konstantes Farbempfinden 49
6.2 Das CIE-Normenvalenzsystem 50
6.2.1 Farbdefinitionen 50
6.2.2 Farbeinteilung 50
6.2.3 CIE-Normenvalenzsystem 51

Zusammenfassung 55
Übungsaufgaben 57
Lösungen 58
Literaturverzeichnis 60

Zusammenfassung des E-Books

Obwohl viele Menschen eine möglichst umfassende Beleuchtung von Straßen und öffentlichen Plätzen während der Nachtstunden als durchaus angenehm und sogar ästhetisch empfinden, ist die nächtliche Illumination unserer Städte und Kommunen mit einer ganzen Reihe von Umweltproblemen verbunden.

Zentraler Aspekt jeder ökologischen Betrachtung ist in der Regel der enorme Energieverbrauch der Straßenbeleuchtung, der maßgeblich zum CO2-Eintrag in unsere Atmosphäre und damit zum menschengemachten Klimawandel beiträgt. In Zeiten von Wirtschaftskrisen und damit verbundenen Sparzwängen sind es aber nicht zuletzt auch finanzielle Gründe, die für den allmählichen Umstieg auf effizientere und damit zugleich umweltfreundlichere Beleuchtungstechnik sprechen.

Neben dem Energieverbrauch sollten Sie bei der Planung neuer Beleuchtungsanlagen oder beim Austausch alter Straßenlampen jedoch unbedingt auch den Einfluss der Lampen auf die Lichtverschmutzung beachten, mit der nicht nur ein schleichender Verlust des Sternenhimmels, sondern auch eine Vielzahl negativer Auswirkungen auf Tiere (vor allem auf Insekten), Pflanzen und sogar die menschliche Gesundheit verbunden sind.

Insbesondere sollten Sie stets darauf achten, dass Licht nur dort zum Einsatz kommt, wo es auch objektiv erforderlich ist. Doppelbeleuchtungen (d. h. eine sich überschneidende Ausleuchtung eines Raumes von mehreren Seiten) sollten dabei nach Möglichkeit ebenso vermieden werden wie das Hineinleuchten in Fenster oder das Ausleuchten von Baumkronen. Es liegt in Ihrer Hand, mithilfe des gesunden Menschenverstands sowie einiger kurzer Regeln für eine ökologisch verträgliche und auch für den Menschen angenehme Beleuchtung zu sorgen, die zu-gleich die Kasse Ihrer Stadt oder Kommune entlastet sowie uns allen eine bessere Sicht auf die Wunder des Universums ermöglicht.

Wie das nachfolgende Kapitel gezeigt hat, stehen der Wunsch nach einer Minimierung der Lichtverschmutzung bzw. des Energieverbrauchs und das Bedürfnis nach einer sicheren Umgebung keinesfalls in einem Spannungsverhältnis zueinander. Die wenigen zum Thema verfügbaren Studien zeigen, dass die weit verbreitete Annahme, hell beleuchtete Straßen seien per se sicherer als „dunkle Gassen" primär auf unser subjektives Empfinden zurückzuführen ist. Allein mit „viel hilft viel" ist in puncto öffentliche Sicherheit daher wenig zu gewinnen – mit intelligenter und situativ angepasster Beleuchtungsplanung dagegen schon.

Im Zusammenhang mit Beleuchtungstechniken interessiert natürlich auch die Frage, wie Menschen überhaupt Licht bzw. Lichtfarben wahrnehmen. Das CIE-Normvalenzsystem oder CIE-Normfarbsystem wurde von der Internationalen Beleuchtungskommission definiert, um eine Relation zwischen der menschlichen Farbwahrnehmung und den physikalischen Ursachen des Farbreizes – der Farbvalenz – herzustellen. Es erfasst die Gesamtheit wahrnehmbarer Farben und ist internationaler Standard zur Farberfassung und der Normung von Lichtquellen wie Monitoren und Beleuchtungsquellen für Straßen und im öffentlichen Raum in Gebäuden. Es richtet sich einerseits nach der subjektiven Farbwahrnehmung durch das menschliche Auge sowie nach der physikalischen Grundsätzen, die von Max Planck für die Farbemission von schwarzen Körpern aufgezeigt wurde. Weißes Sonnenlicht mittags entspricht dabei einer sogenannten Farbtemperatur von 5.500 K.

E-Book-Details

  • Stand des E-Books:I/2010
  • Brand:Euroforum Verlag
  • Seitenanzahl:62 Seiten
  • Datenmenge: 3.3 MB  

Dieses E-Book im PDF-Format ist u.a. kompatibel mit Windows, Apple & Android.

Es fallen keine Versandkosten an.
Das E-Book steht unmittelbar nach dem Bezahlvorgang zum Download bereit.

Kundenstimmen:

  • Gut aufbereitete Lektionen, die eine hervorragende Unterstützung bieten.

    Andreas Schulz , Berliner Verkehrsbetriebe

  • Umfassender Überblick und ausreichende Detailtiefe.

    Ukrich Krumbholz , Datenzentrale Baden-Württemberg

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