Instandhaltung: Outsourcing versus Insourcing
aus der Rubrik „Instandhaltung“
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Zielformulierung dieses E-Books
Aufgrund der zunehmenden Globalisierung, Vernetzung und Internationalisierung der Arbeitswelt kommen die Unternehmen immer mehr unter Kostendruck. Leider wird die Instandhaltung immer noch als reiner Kostenfaktor gesehen und nicht als integraler Bestandteil des Produktionsprozesses. Es gilt, Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, um konkurrenzfähig, flexibel und damit überlebensfähig zu sein.
Alle Bereiche und Prozesse des Unternehmens sind zu straffen und zu optimieren, so auch die Instandhaltung bzw. Technik.
Neben vielen mehr oder weniger umgesetzten Veränderungen der letzten 20 bis 25 Jahren wie Automatisierung, Lean Production, Just in time, Kaizen, KVP, TPM, Change Management, Facility Management etc., ist die Entscheidung für oder gegen Outsourcing in der Instandhaltung eine der schwierigsten, da sie mit sehr vielen Vorurteilen und Ängsten belastet, kultur-/organisationsverändernd und kaum bzw. nur teuer umkehrbar ist.
Die Lektion hat deshalb das Ziel:
• strategische Argumente und Ziele zu benennen und zu erläutern;
• Begrifflichkeiten zu klären;
• Voraussetzungen und Methoden zu benennen, die zu einer erfolgreichen Entscheidungsfindung führen;
• Istzustand zu ermitteln;
• Hilfsmittel für eine „Make-or-buy"-Entscheidung aufzuzeigen;
• Vorteile, Nachteile, Risiken und Gefahren einer möglichen Entscheidung vorzustellen;
• wichtige Kenngrößen zu benennen und zu erläutern;
• wichtige Vertragsbestandteile darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
Zielformulierung 4
1 Einführung: Outsourcing versus Insourcing 5
2 Begrifflichkeiten/Hintergründe 7
2.1 Instandhaltung 7
2.1.1 Allgemein 7
2.1.2 Instandhaltungsentwicklungen 10
2.2 Outsourcing 12
2.2.1 Allgemein 12
2.2.2 Entwicklung 13
2.2.3 Abgrenzung zwischen Fremdbezug und Outsourcing 15
2.2.4 Outsourcing-Formen 15
2.2.5 Mögliche, wesentliche Vorteile 16
2.2.6 Mögliche, wesentliche Nachteile 18
2.2.7 Mögliche Todsünden 19
2.2.8 Prozessschritte 21
2.3 Insourcing 22
3 Voraussetzungen und Methoden, die zu einer erfolgreichen Entscheidungsfindung führen 25
3.1 Hilfsmittel zur strategischen Entscheidungsfindung 25
3.1.1 Mögliche Strategien 26
3.1.2 Strategieentscheidungshilfen 27
3.2 Hilfsmitten zur sachlichen/fachlichen Entscheidungsfindung 29
3.2.1 Prozessbeteiligte 29
3.2.2 Ermitteln des Istzustandes 32
3.2.2.1 Betrachtungshorizont definieren 33
3.2.2.2 Beschreibung der Leistungserbringung 34
3.2.2.3 Aufnahme der ausgeführten Tätigkeiten 35
3.2.2.4 Zusätzliche Istdaten 48
3.2.3 „Make-or-buy"-Entscheidungshilfen 49
3.2.4 Kosten und Aufwandsvergleiche 55
3.3 Kennzahlen 57
3.4 Auswahl des Dienstleister 64
3.5 Vertrag 65
3.5.1 Allgemeine Vertragsgestaltung 65
3.5.2 Vertragsinhalte 66
Zusammenfassung 70
Übungsaufgaben 73
Literaturverzeichnis 75
Zusammenfassung des E-Books
Outsourcing ist ein berechtigtes strategisches Instrument zur Unternehmensstraffung. Es ist nicht das einzige und nicht das beste Werkzeug, um die Effizienz der Instandhaltung zu steigern. Der Schritt zum totalen Outsourcing will sehr gut überlegt und geplant sein. Das Funktions-Outsourcing ist weniger risikoreich, jederzeit umkehrbar und ein sinnvolles Instrument, um die eigene Instandhaltung auf ein definiertes Kerngeschäft zurückzuführen.
Der Autor ist deshalb der Meinung, dass folgende Aufteilung sinnvoll ist:
• Fremdleistung:
– bei niederwertigen und höchstwertigen Tätigkeiten;
– bei Tätigkeiten, die selten durchgeführt werden bzw. mit Spezialwerkzeugen durchgeführt werden müssen;
– zum Abbau von Spitzen.
• Eigenleistung:
– bei Tätigkeiten, die das Kerngeschäft betreffen, bei denen die Verfügbarkeit wichtig ist, bei denen Knowhow-Verlust droht;
– bei Tätigkeiten, für die Prozesskenntnisse für das Instandhaltungsgeschehen wichtig sind;
– um die Auslastung der Mitarbeiter zu gewährleisten.
Outsourcing ist eine individuelle Entscheidung. Sie muss Werk für Werk, Anlage für Anlage getroffen werden. Die Tendenz zum Outsourcing ist noch nicht an ihrem Höhepunkt angelangt. Einige Unternehmen mussten auch schon schmerzlich ihre Outsourcing‑Entscheidung umkehren. Manche Unternehmen mussten feststellen, dass sie zwar kurzfristig Kosten reduzieren konnten, es mittelfristig bzw. langfristig aber teuerer wurde. Einige wollen es auch nicht wahrhaben.
Wenn man allerdings seine Hausaufgaben ordentlich gemacht hat, kann und wird es auch gelingen, dass der erhoffte Erfolg einkehrt und das Unternehmen Wettbewerbsvorteile hat.
Nach der heutigen Marktlage sollte das Thema eigentlich Insourcing von qualifizierten Fachkräften heißen, denn dieses scheint mir die Herausforderung der nächsten Jahre zu sein.
Es gibt immer noch genügend Manager, die meinen, den Hybridwerker zu finden, der alles kann und alles macht. Das ist ein Irrtum für ein definiertes und hoch qualifiziertes Kerngeschäft, in dem die Technik zwar modularer, aber nicht unbedingt einfacher geworden ist.
E-Book-Details
- Stand des E-Books:II/2010
- Brand:Euroforum Verlag
- Seitenanzahl:74 Seiten
- Datenmenge: 4.12 MB
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Gut strukturierte Einweisung in die ISO 26262, Lektionen sinnvoll zusammengestellt und proportioniert.
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