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Aufbau einer SOA-Plattform und Web-Services

aus der Rubrik „SOA“

Preis: 179,00 €
inkl. 19% MwSt.

Verfasst von:


Zielformulierung dieses E-Books

Die vorliegende Lektion widmet sich dem Aufbau einer SOA-Plattform und Web-Services sowie der technischen Umsetzung dieser Konzepte und Ideen.

Im ersten Teil lernen Sie, aus welchen funktionalen Bausteinen eine technische SOA-Plattform typischerweise besteht. Außerdem stelle ich Ihnen drei unterschiedliche Architekturansätze für SOA-Plattformen vor, die Ihnen einen Eindruck davon geben sollen, welche Grundtypen von SOA-Plattformen zur Zeit am Markt vertreten sind.

Die Entscheidung für eine bestimmte SOA-Plattform fällt angesichts der Vielfalt verfügbarer Produkte und der komplexen Materie schwer. Mit einigen Hinweisen, worauf Sie bei Ihrer Produktevaluierung Wert legen sollten, möchte ich Ihnen hier ein wenig Hilfestellung geben.

Im zweiten Teil wird es etwas technischer. Wir werden uns darin zunächst mit Web-Services beschäftigen, der heutzutage gängigsten Technologie, um das zunächst einmal abstrakte Konzept einer serviceorientierten Architektur praktisch umzusetzen. Sie erfahren, wie die Web-Services-Architektur grundsätzlich aufgebaut ist und welche Standards dabei eine wesentliche Rolle spielen. Wegen ihrer zentralen Bedeutung werden wir dabei die „Web-Service Description Language“ (WSDL) etwas intensiver behandeln und anschließend auf Verzeichnisdienste für Web-Services eingehen.

Danach möchte ich Ihnen mit JBI und SCA zwei aus meiner Sicht wichtige Standards im Bereich der SOA-Technologie vorstellen. Sie lernen die zentralen Konzepte dieser Standards kennen und erfahren, wie diese in das Gesamtbild einer SOA einzuordnen sind.

Zum Abschluss werden wir uns noch mit einer Frage beschäftigen, die mir persönlich sehr am Herzen liegt: Sind Open-Source-SOA-Plattformen eine Alternative zu kommerziellen Produkten und worauf kommt es dabei an?

Nach dem Durcharbeiten der Lektion haben Sie ein gutes Überblickswissen über die technischen Aspekte von SOA-Plattformen und können aktuelle Technologietrends richtig einschätzen und einordnen.

Inhaltsverzeichnis

Zielformulierung 5

1 Aufbau einer SOA-Plattform 6
1.1 Funktionale Bausteine einer SOA-Plattform 6
1.1.1 Run-time-Komponenten 7
1.1.2 Design-time-Komponenten 9
1.1.3 SOA-Registry/Repository 11
1.2 Typen von SOA-Plattformen 11
1.2.1 Zentralistische SOA-Plattformen 12
1.2.2 Verteilte SOA-Plattformen 13
1.2.3 Messaging-basierte SOA-Plattformen 14
1.3 Das Konzept des Enterprise Service Bus 14
1.4 Anforderungen und Bewertungskriterien für SOA-Plattformen 15

2 Web-Services 19
2.1 Die Web-Services-Architektur 19
2.1.1 XML 20
2.1.2 HTTP 20
2.1.3 SOAP 21
2.1.4 Der Web-Service-Protokoll-Stack 22
2.2 Wichtige Standards für Web-Services 23
2.2.1 WS-Security 23
2.2.2 WS-ReliableMessaging 24
2.2.3 WS-Policy 25
2.3 Die Web-Services Description Language (WSDL) 26
2.3.1 Struktur eines WSDL-Dokuments 26
2.3.2 Logischer Teil 27
2.3.3 Physischer Teil 29
2.3.4 Exkurs: Document-Style vs. RPC-Style 31
2.4 Interoperabilität von Web-Services 32

3 Verzeichnisdienste für Web-Services 34
3.1 Der UDDI-Standard 34
3.2 Das UDDI-Datenmodell 35
3.3 Die UDDI API 38
4 Wichtige Technologiestandards für SOA 39
4.1 Java Business Integration (JBI) 39
4.2 Service Component Architecture (SCA) 43
4.3 JBI und SCA – Partner oder Rivalen? 48

5 Open Source – eine Alternative? 50
5.1 Bedeutung von Open-Source-Software 50
5.2 Nutzen und potenzielle Risiken von Open Source 51

Zusammenfassung 55
Übungsaufgaben 57
Lösungen 58
Literaturverzeichnis 59

Zusammenfassung des E-Books

Ziel und Aufgabe war es, Ihnen ein Grundverständnis über den technischen Aufbau einer SOA-Plattform zu vermitteln und Ihnen einen Überblick über die in diesem Bereich relevanten Technologien und Standards zu geben.

SOA-Plattformen haben die Aufgabe, Basismechanismen und Infrastrukturdienste, die zum Aufbau einer SOA benötigt werden, in einer kohärenten Menge von Komponenten zu bündeln, und es dem Anwender zu ermöglichen, sich auf die fachlichen Aspekte seiner Services zu konzentrieren. Eine SOA-Plattform besteht aus einer (durchaus variablen) Menge von funktionalen Bausteinen, von denen Sie die wesentlichen nun kennen.

SOA-Plattformen folgen heute einer Vielzahl von unterschiedlichen, teils sogar widersprüchlichen Architekturansätzen. Drei Grundtypen, die wichtige Punkte innerhalb des Spektrums der heute üblichen Architekturen repräsentieren, haben Sie kennen gelernt und Sie haben erfahren, wo die Vor- und Nachteile des jeweiligen Ansatzes liegen.

Kriterienkataloge zur Evaluation und Auswahl von SOA-Plattformen haben aufgrund dieser Vielfalt an Architekturen und Konzepten nur begrenzten Nutzen – zielführender ist es oft, sich einfach darüber klar zu werden, wo die eigenen Prioritäten und Ziele liegen. Diese Lektion hat Ihnen anhand einiger weniger Merkmale aufgezeigt, worauf es sich dabei zu achten lohnt.

Web-Services sind heute diejenige Technologie, die mit Abstand am häufigsten eingesetzt wird, um das Konzept einer serviceorientierten Architektur in der Praxis umzusetzen. Sie haben gesehen, dass die Web-Services-Architektur in ihrem Kern auf einigen wenigen Standards basiert, die erweiterbar sind und dadurch einen komplexen Stack von aufeinander aufbauenden Standards für verschiedenste technische Aspekte einer SOA möglich gemacht haben. Einige besonders relevante Standards haben Sie etwas näher kennen gelernt und Sie haben insbesondere erfahren, wie sich Services maschinenverständlich in WSDL beschreiben lassen.

Liegt erst einmal eine WSDL-Beschreibung zu einem Service vor, muss diese natürlich potenziellen Nutzern des Service zugänglich gemacht werden. Verzeichnisdienste für Web-Services, die in aller Regel auf dem Standard UDDI basieren, schaffen hierfür die technische Grundlage. Auf Basis umfangreicher Suchmöglichkeiten und Kategorisierungen kann ein potenzieller Nutzer hier die Beschreibungen passender Services finden und abrufen.

SCA und JBI sind zwei Spezifikationen bzw. Standards, die für die technische Ausprägung einer serviceorientierten Architektur eine zunehmend wichtigere Rolle spielen, da sie aus Anwendersicht mittelfristig sicherlich zu einer gewissen Harmonisierung der bisher recht fragmentierten Produktlandschaft im SOA-Umfeld beitragen werden. Sie haben einen Einblick in die grundlegenden Konzepte erhalten und gelernt, dass SCA und JBI komplementäre Ansätze sind, die sich in zukünftigen Produkten ideal ergänzen könnten. Open-Source-Software ist auch im SOA-Bereich eine ernst zu nehmende Alternative zu kommerziellen Produkten – vorausgesetzt, Sie beachten einige wichtige Kriterien. Eine gut zusammengestellte und integrierte Suite von Open-Source-Komponenten, die von einem Distributionsanbieter getestet und mit professionellem Support geliefert wird, spart Lizenzkosten und kann sich mit kommerziellen Angeboten am Markt oft durchaus messen.

Insgesamt haben Sie in dieser Lektion das notwendige technische Hintergrundwissen erworben, um aktuelle Enwicklungen und Trends im Bereich der  SOA-Technologie richtig einschätzen und bewerten zu können.

E-Book-Details

  • Stand des E-Books:I/2009
  • Brand:Euroforum Verlag
  • Seitenanzahl:59 Seiten
  • Datenmenge: 2.91 MB  

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