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Fallstricke bei der Werbung: Arzneimittel erfolgreicher und sicherer vermarkten

aus der Rubrik „Arzneimittel“

Preis: 179,00 €
inkl. 19% MwSt.

Verfasst von:


Zielformulierung dieses E-Books

In dieser Lektion werden Sie mehr über die Fallstricke bei der Bewerbung von Arzneimitteln erfahren mit dem Ziel, sich in dem engmaschigen Netz der rechtlichen Regelungen sicherer zu bewegen, um Ihre Arzneimittel (rechts)sicherer vermarkten zu können. In diesem Zusammenhang ist der alte Marketinggrundsatz „Wer nicht wirbt, stirbt“ von Bedeutung, denn eine einmal durch Wettbewerber oder Wettbewerbsvereine mit gerichtlicher Hilfe oder auch durch Behörden untersagte Werbung kann zu einem nachhaltigen Schaden führen, der sich in wegbrechenden Umsätzen äußern kann.

Solche Störfeuer zu vermeiden ist die vorliegende Lektion bestimmt: Sie lernen deshalb das Heilmittelwerbegesetz und dessen Anwendungsbereich als das „Herzstück“ der gesetzlichen Regelungen betreffend die Arzneimittelwerbung kennen. Ein besonderer Schwerpunkt hierbei liegt auf den Irreführungstatbeständen, die zahlreiche Fallstricke bieten. Aufgrund des für den Bereich der Arzneimittelwerbung geltenden besonderen Schutzzwecks – dem Schutz der Gesundheit der Bevölkerung – und des von der Rechtsprechung für ihre Anwendung entwickelten Strengeprinzips sind die Irreführungsverbote derart breit gefächert, dass es kaum eine Werbung gibt, die nicht angreifbar ist. Neben weiteren allgemeinen Werbeverboten werden Sie über die Besonderheiten von Publikumswerbeverboten aufgeklärt. Ein weiterer Schwerpunkt der Lektion bilden die so genannten Zuwendungsverbote des § 7 HWG einschließlich der Rabattregelungen, die insoweit besondere Bedeutung für die Beziehung der pharmazeutischen Unternehmen zu den Angehörigen der Fachkreise haben, und zwar vor allem im Bereich der „Erstattungsfähigkeit in der Gesetzlichen Krankenversicherung“. Ebenfalls hauptsächlich für Ihre Zusammenarbeit mit den Fachkreisen von Bedeutung sind die Regelungen über vergleichende Werbung, die gegenüber den Endverbrauchern fast gänzlich verboten ist.

Hier erfahren Sie mehr über die rechtlichen Anforderungen an eine zulässige vergleichende Werbung dieses zunehmend vor allem wohl aufgrund der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen wichtiger werdenden Instrumentariums. Schließlich gehen wir noch exkursmäßig kurz auf das Kartellrecht und die Zulässigkeit von Verkaufsfördermaßnahmen im Bereich der Arzneimittelwerbung ein.

Inhaltsverzeichnis

Zielformulierung 5

1 Rechtliche Grundlage: Heilmittelwerbegesetz (HWG) 6
1.1 Anwendungsbereich des HWG 6
1.1.1 Werbung für Arzneimittel 7
1.1.2 Begriff der Werbung 8
1.2 Abgrenzungen 9
1.2.1 Firmen- und Imagewerbung 10
1.2.2 Werbung bei arzneimittelrechtlichen Pfl ichtangaben 10
1.2.3 Empfehlungen von Ärzten und Apothekern 11
1.2.4 Wissenschaftliche Darstellungen 11
1.2.5 Darstellungen in der Presse – redaktionelle Werbung 12
1.3 Publikums- und Fachkreiswerbung 12

2 Allgemeine Werbeverbote 15
2.1 Irreführungsverbote 15
2.1.1 Allgemeiner Irreführungstatbestand 16
2.1.2 Nicht vorhandene Wirkungen 16
2.1.3 Erfolgsversprechen 18
2.1.4 Verschweigen schädlicher Wirkungen 18
2.1.5 Täuschung über den Zweck der Werbung 19
2.1.6 Irreführende Angaben über die Zusammensetzung 20
2.1.7 Personenbezogene Angaben 20
2.2 Verbot der Werbung für nicht zugelassene Arzneimittel 21
2.3 Werbung in der Packungsbeilage 21
2.4 Werbung für homöopathische Arzneimittel 22
2.5 Teleshopping und Einzeleinfuhr 23
2.6 Fernbehandlung 24
2.7 Publikumswerbeverbote 24
2.7.1 Publikumswerbeverbote für bestimmte Arzneimittel 25
2.7.2 Unzulässige Formen der Publikumswerbung 28
2.7.3 Publikumswerbung für bestimmte Krankheiten/Krankheitskatalog 36
2.8 Werbegaben – grundsätzliches Zuwendungsverbot 38
2.8.1 Ausnahme: geringwertige Werbegaben 41
2.8.2 Ausnahme: handelsübliche Nebenleistungen 42
2.8.3 Ausnahme: Auskünfte und Ratschläge 42
2.8.4 Ausnahme: Kundenzeitschriften 42
2.8.5 Zuwendungen bei wissenschaftlichen Veranstaltungen 42
2.8.6 Werbeverbot für Spendenprämien 43
2.9 Rabattregelungen 43
2.9.1 Naturalrabatte 44
2.9.2 Barrabatte 44
2.10 Notwendigkeit von Pfl ichtangaben 49
2.11 Werbung im Internet 54
2.12 Folgen eines Verstoßes 553 HWG und UWG: vergleichende Werbung 58

3.1 Unlautere Werbung – § 3 UWG 59
3.2 Vergleichende Werbung – § 6 UWG 59
3.3 Konsequenzen 64

4 Kartellrecht 66

5 Werbemedium und Verkaufsförderungsmaßnahmen 67
5.1 Werbemedium 67
5.2 Verkaufsförderungsmaßnahmen 67

Zusammenfassung 69
Übungsaufgaben 70
Lösungen 71
Literaturverzeichnis 73

Zusammenfassung des E-Books

In dieser Lektion haben Sie die für eine Arzneimittelwerbung wesentlichen zu beachtenden rechtlichen Eckpunkte kennen gelernt: Sie haben eingangs das Heilmittelwerbegesetz und dessen Anwendungsbereich sowie die dafür notwendigen Begriffsdefinitionen vorgestellt bekommen. Zu den Irreführungstatbeständen als einem Kernstück des Werberechts für Arzneimittel haben wir Sie auf die wesentlichen Fallstricke hingewiesen, die einmal darin bestehen, die zugelassene Indikation nicht zu überschreiten und unabhängig davon dem Arzneimittel keine therapeutischen Wirkungen bzw. eine Wirksamkeit beizulegen, die es nicht hat.

Daneben haben wir Sie für Fallkonstellationen übertriebener Wirkversprechen sensibilisiert. Die Grenzen werden hier aufgrund des von der Rechtsprechung entwickelten Strengeprinzips oft unbemerkt überschritten. Neben weiteren allgemeinen Werbeverboten haben Sie die vielfältigen Publikumswerbeverbote kennen gelernt. Hier zeichnet sich derzeit vor allem für die Werbung mit Aussagen Dritter sowie Gewinnspiele bzw. Preisausschreiben eine Liberalisierung ab, die ihren Ausgangspunkt im europäischen Recht hat.

Im Weiteren hat die Lektion die komplizierten Regelungen vor allem zu Natural- und Barrabatten gemäß § 7 HWG behandelt. Festzuhalten ist hier nochmals, dass Naturalrabatte nur noch für freiverkäufliche Arzneimittel und Barrabatte vor allem bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln nur noch im Rahmen der Arzneimittelpreisverordnung zulässig sind. Sie haben die Folgen von Verstößen gegen das HWG kennen gelernt. Die besondere Bedeutung des Verbots der irreführenden Werbung kommt auch darin zum Ausdruck, dass Verstöße dagegen eine Straftat darstellen und mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft werden, während sonstige HWG-Verstöße „nur“ als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden.

Als eigenständiges Thema, das hauptsächlich für Ihre Zusammenarbeit mit den Fachkreisen von Bedeutung ist, haben wir Ihnen die rechtlichen Voraussetzungen für eine zulässige vergleichende Werbung nahegebracht. Gegenüber den Endverbrauchern ist vergleichende Werbung nur im Hinblick auf Preisvergleiche zulässig. Zu den Konsequenzen einer unzulässigen vergleichenden Werbung wie überhaupt für Verstöße gegen das UWG haben wir Sie auf die Gewinnabschöpfungsmöglichkeit hingewiesen, die in der Praxis unter Wettbewerbern bislang vor allem deshalb keine Rolle spielt, weil der so abgeschöpfte Gewinn an den Bundeshaushalt abgeführt werden müsste. Schließlich hat die Lektion Ihnen exkursmäßig kurz die Rolle des Kartellrechts und die Zulässigkeit von Verkaufsfördermaßnahmen im Bereich der Arzneimittelwerbung aufgezeigt.

E-Book-Details

  • Stand des E-Books:II/2007
  • Brand:Euroforum Verlag
  • Seitenanzahl:73 Seiten
  • Datenmenge: 1.07 MB  

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