Einsatz von IT Systemen in der Treasury-Prozesskette
aus der Rubrik „Corporate Treasury“
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Zielformulierung dieses E-Books
Kaum ein Unternehmen kommt heute noch ohne ein Treasury-System aus. Selbst kleine und mittelständische Unternehmen haben in den letzten Jahren angesichts von IAS 39 und Sarbanes-Oxley nach und nach von selbst entwickelten Lösungen auf professionelle Systeme umgestellt. Die Anbieter solcher Softwarelösungen haben sich darauf eingestellt und bieten inzwischen Anwendungen für nahezu alle Anforderungsprofile an. Die Kosten können dabei in die Millionen gehen, aber auch für wenige zehntausend Euro sind bereits einfache Systeme zu haben.
Ziel dieser Lektion ist neben der Darstellung von Einsatzmöglichkeiten von IT-Systemen im Treasury die Darstellung des Auswahl- und Implementierungsprozesses eines Treasury-Management-Systems. Die Bedeutung dieses Prozesses wird deutlich durch die Häufigkeit, mit der viele (große) Unternehmen in den letzten Jahren immer wieder neue Systeme eingeführt haben. Diese stetige Umstellung der ITLandschaft ist nicht nur auf sich ändernde Anforderungen, sondern vor allem auch auf eine nicht hinreichend gründliche Vorbereitung der jeweils vorangegangenen Ausschreibung zurückzuführen. Oft wurde das bestehende System aber auch einfach nicht hinreichend gepflegt und war damit irgendwann nicht mehr im Stande, seine Aufgabe zu erfüllen.
Inhaltsverzeichnis
Zielformulierung 6
1 Treasury-Systeme 7
1.1 Gründe für den Einsatz von Treasury-Systemen 7
1.2 Viele Systeme – wenige Anbieter 8
2 Einsatz von Treasury-Systemen im Unternehmen 11
2.1 Front Office 11
2.2 Back Office 11
2.3 Middle Office 12
2.4 Finanzbuchhaltung 12
2.5 Integration versus Funktionalität 13
3 E-Trading 14
3.1 Entstehungsgeschichte 14
3.2 Multibank-Plattformen 14
3.3 Einsatz des E-Trading im internen Handel 15
3.4 Post-Trade und andere Services 15
4 Kursinformationssysteme 17
5 Auswahl und Implementierung eines Treasury-Systems 18
5.1 Projektmanagement und Kommunikation 18
5.1.1 Einrichtung einer Projektgruppe 18
5.1.2 Das Review Board als Kontrollinstanz 19
5.1.3 Kommunikation mit dem Anbieter 19
5.1.4 Budgetmanagement 20
5.1.5 Externe Kosten 21
5.1.6 Interne Kosten 22
5.2 Auswahlprozess 22
5.3 Definition des Projektumfanges (Scoping) 27
5.3.1 Zeitplan 28
5.3.2 Workflow 28
5.3.3 Instrumente und Volumina 28
5.3.4 Bewertung/Risikomanagement 29
5.3.5 Stammdaten 30
5.3.6 Schnittstellen 30
5.3.7 Berichtswesen 31
5.3.8 Accounting 31
5.3.9 Projektmanagement 31
6 Schnittstellenmanagement 34
6.1 Anbindung von Online-Handelsplattformen 34
6.2 Marktdatenversorgung 35
6.3 Anbindung an das Buchhaltungssystem 36
6.4 Anbindung von Tochterunterunternehmen über ein Web Interface 36
6.4.1 Excel-Sheet-Import 37
6.4.2 Web Interface 37
6.5 Anbindung von Banken und Bankdaten 38
6.6 Export von Zahlungen 39
6.7 Anbindungen zum Confirmation Matching 39
6.8 Anbindung mehrerer Treasury-Systeme 40
6.9 Schnittstellen im Allgemeinen 41
Zusammenfassung 42
Übungsaufgaben 43
Lösungen 44
Literaturverzeichnis 45
Zusammenfassung des E-Books
Die Effizienz einer jeden Finanzabteilung steht und fällt mit der Qualität ihrer ITProzesse. Dies bezieht sich vor allem auf das Treasury-Management-System, das man zweifellos als das Herzstück der IT-Landschaft im Finanzbereich bezeichnen kann.
Entscheidend für die Umsetzung des Straight Through Processing sind vor allem eine zielorientierte Bedarfsplanung und professionell umgesetzte Schnittstellen. In diesem Zusammenhang müssen Anforderungen immer wieder hinterfragt werden, denn weniger ist oft mehr, wenn es darum geht, die Effizienz im Handelsprozess zu erhöhen.
Einen wesentlichen Beitrag zu eben dieser Effizienz haben in den letzten Jahren die elektronischen Handelsplattformen geleistet. Diese haben nicht nur dazu geführt, dass Geschäfte ohne Beeinträchtigung des Competitive Biddings von nur einem Händler abgeschlossen werden können, sie haben zusätzlich die Transparenz im Markt erhöht. Dass dies zu Lasten der Relationship zwischen Bank und Corporate geht, darf angesichts der Kreativität der Händler bezweifelt werden.
Die Einführung eines Treasury-Systems verlangt nicht nur eine detaillierte Projektplanung, sondern vor allem auch das Commitment der jeweiligen Abteilungen hinsichtlich der Bereitstellung von Kapazitäten. Eine einseitige Forderung von externen Kapazitäten, die vom Unternehmen selbst nicht unterstützt werden kann, führt regelmäßig zu Projektverzögerungen und Budgetüberschreitungen. Eine erfolgreiche Einführung eines TMS ist nur möglich, wenn vor Beginn des Auswahlprozesses alle Anforderungen definiert sind. Auch hierbei ist wieder darauf zu achten, dass die Anforderungen realistisch sind. Kein Anbieter ist wirklich in der Lage, sämtliche unternehmensspezifischen Wünsche in seiner Standardsoftware umzusetzen. Wenn man diese Aspekte bei der Auswahl berücksichtigt und das Treasury-System auch nach der Implementierung weiterentwickelt, steht der Realisierung des Traumes vom Straight Through Processing aber nichts mehr im Wege.
E-Book-Details
- Stand des E-Books:II/2011
- Brand:Euroforum Verlag
- Seitenanzahl:47 Seiten
- Datenmenge: 1.18 MB
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